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Internationale Gartenschau (Igs) Hamburg - Ehrenpreis für Friedhofsgärtner aus Wermsdorf
(Presseinformation des Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im ZVG e.V.)

bfd_zvg_igs_hamburg_schuettig1bfd_zvg_igs_hamburg_schuettig1„Das war eine tolle Aktion“ sagt Sven Schüttig, Wermsdorf-Luppa.
Der engagierte Friedhofsgärtner erinnert sich gern an die vergangenen arbeitsreichen Tage in Hamburg: Anlässlich der Eröffnung der internationalen Gartenschau (igs) hat Schüttig mit Friedhofsgärtnern aus ganz Deutschland den 800m² großen „Memoriam-Garten“ bepflanzt. Dafür wurde der Sachse jetzt gemeinsam mit seinen Kollegen mit dem Ehrenpreis der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Schleswig-Holstein für „eine bundesländerübergreifende Grabanlage“ ausgezeichnet. „Sicher kennen wir uns untereinander alle, doch die praktische Arbeit an so einem Projekt ist noch einmal etwas ganz anderes“ weiß Sven Schüttig. Ein Memoriam-Garten ist ein von Friedhofsgärtnern gestaltetes Grabfeld mit unterschiedlichen Grabformen und Grabzeichen. „Die Pflanze ist aus unserer Sicht aber das wichtigste Gestaltungselement in so einer Anlage. Pflanzen symbolisieren mit ihrem Wachsen und Vergehen das Leben und in einem Memoriam-Garten steht das Gedenken an gelebte Leben im Vordergrund“ erklärt Schüttig, der bereits seit längerem über eine ähnliche Anlage in seiner Gemeinde sowie auf benachbarten Friedhöfen nachdenkt oder plant. „Aus Sicht der Angehörigen ist ein Grab in so einem Feld ein Komplettpaket, bei dem man sich um nichts kümmern muss, weil die gesamte Grabpflege über einen Dauergrabpflegevertrag für viele Jahre abgesichert ist. Außerdem kauft man in einer gärtnerbetreuten Anlage nicht die sprichwörtliche Katze im Sack, sondern man sieht vom ersten Tag an, wie das Grab einmal gestaltet wird“ weiß der erfahrene Friedhofsgärtnermeister. Mittlerweile, so Schätzungen, gibt es auf Friedhöfen in Deutschland über 400 solcher von Gärtnern gestalteten und gepflegten Anlagen. Sven Schüttig wird sich jetzt nicht auf den Lorbeeren aus Hamburg ausruhen sondern bereits Anfang Juni mit einem seiner Mitarbeiter wieder an die Elbe reisen. „Auch der Memoriam-Garten bekommt dann die Sommerbepflanzung, die wir wieder gemeinsam gestalten wollen“ sagt der junge Familienvater.